Kommentar

Zum dritten und letzten Mal

Steffen Mack über die Aufstiegsspiele des SV Waldhof

Die Zahlen sprechen für sich. Allein in den ersten beiden Stunden des freien Verkaufs gingen rund 7000 Tickets weg, mancher Fan wartete bis zu vier Stunden. Am 27. Mai wird das Carl-Benz-Stadion gegen Uerdingen proppevoll sein – beim Duell zweier Viertligisten! Das ist nach den Enttäuschungen der vergangenen Jahre, gegen Lotte und Meppen, überaus beachtlich.

Erneut zeigt sich: Mannheim bleibt – unabhängig von Adlern, Löwen und sonstigen sportlichen Lieblingen – auch eine Fußballstadt. Allerdings eine auf Entzug, was höherklassige Darbietungen angeht. 28 Jahre nach dem Bundesligaabstieg kennen viele die größten Heldentaten nur vom Hörensagen. Umso beachtlicher, wie stark die Bindung noch ist.

Und wenn es auch im dritten Anlauf nacheinander misslingt? Gegen einen starken Gegner mit ebenfalls großer Tradition (in der ewigen Bundesligatabelle steht Uerdingen auf Rang 24, Waldhof auf 29) kann das passieren. Aber die blau-schwarze Welt ginge auch davon nicht unter. Spieler, Trainer, Investoren – irgendwann und irgendwie ist jeder ersetzbar.

Ein viertes Mal indes wird es nicht geben: Die Aufstiegsduelle wurden abgeschafft, künftig steigt der Regionalliga-Meister direkt auf. Der Zweite, diesmal der SVW, geht leer aus. Daher sollte man sich nun einfach noch mal über diese große Chance freuen – und am 27. Mai ein tolles Fußballfest feiern. Der Waldhof muss hoch, am besten jetzt!

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