Kommentar

Zuversicht statt Zweifel

Archivartikel

Marc Stevermüer zum Neustart der DHB-Auswahl

Beim Gedanken an die Karibik sieht man ganz automatisch traumhaft schöne Strände und himmelblaues Wasser vor sich. Diese Assoziation kommt zwangsläufig, weil es ganz einfach Dinge gibt, bei denen sofort Bilder entstehen, bei denen es eindeutig, schlichtweg logisch ist, sie miteinander zu verbinden. So wie beim 6. Dezember. Da denkt man auch gleich an Nikolaus. Wenn also der Name Alfred Gislason fällt, ist auch recht schnell klar, was einem da in den Sinn kommt: Erfolge, Titel, Ruhm. Auf Vereinsebene hat dieser Mann im Handball alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Weshalb die Erwartungen an die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) noch größer geworden sind, seit dieser Immer-Gewinner Gislason ihr neuer Bundestrainer ist.

Nun waren die vergangenen beiden Turniere der DHB-Auswahl gar nicht mal schlecht. Mit Pech verpasste sie als Vierter eine WM-Medaille, stark ersatzgeschwächt sprang Platz fünf bei der EM heraus. Gravierendes zu bemängeln gab es da nicht – und trotzdem musste Christian Prokop den Posten auf der Bank räumen, weil man ihm einen Medaillenerfolg und somit die Vollendung der Mission nicht zutraute.

Das soll, das muss jetzt Gislason richten. So lautet der unmissverständliche Auftrag, den nur wenige erfüllen können. Das Gute: Der Isländer gehört zu dem erlauchten Kreis an renommierten Trainern, der diesen letzten und in der Regel schwersten Entwicklungsschritt mit der Mannschaft gehen kann. Denn gerade in der Spitze kommt es nicht mehr nur auf das eigene Potenzial, sondern auch auf den Glauben der Spieler an den Trainer an. Und an Gislason zweifelt nun mal niemand.

Zum Thema