Kultur

Kulturpolitik Kunstministerin Bauer kündigt Offnung an

Ab 1. Juni kleine Live-Auftritte

Archivartikel

Das Kunstministerium in Stuttgart hat einen Fahrplan zum Wiederbeginn des öffentlichen Kulturlebens nach der Corona-Zwangspause vorgestellt. Kleine künstlerische Veranstaltungsformate sollen ab 1. Juni möglich werden, wenn die räumlichen Bedingungen dies zuließen und die Hygiene- und Abstandsvorgaben zum Schutz des Publikums und der Mitwirkenden garantiert werden könnten, sagte Ministerin Theresia Bauer (Grüne) am Mittwoch. Die Rückverfolgbarkeit der Teilnehmer müsse dabei gewährleistet sein.

Wie der Veranstaltungsbereich über diese Kleinformate hinaus geregelt werde, dazu tage eine interministerielle Arbeitsgruppe, deren Ergebnisse die Landesregierung in Kürze bekanntgeben werde, betonte Bauer. Die Bibliotheken und Archive im Land sind bereits seit 20. April geöffnet. Museen, Freilichtmuseen und Häuser, in denen Ausstellungen zu sehen sind, dürfen seit 6. Mai wieder Publikum empfangen. Das Ministerium orientiert sich bei seinen Plänen an den Rahmenbedingungen, für Gottesdienste. „Daraus ergibt sich, dass wir in einem ersten Schritt Veranstaltungen mit einem Richtwert von unter 100 Personen vorsehen. Bei speziellen Formaten, wie beispielsweise Autokinos, sind auch mehr Personen zulässig“, sagte Bauer.

Finanzielle Hilfen

Als erste Hilfe stellt das Ministerium über zwei Millionen Euro aus dem Innovationsfonds Kunst bereit, um unter dem Motto „Kultur Sommer 2020“ kleinere Kulturveranstaltungen aller Sparten und auch der Breitenkultur, beispielsweise der vielen Vereine, zu fördern. Laut Bauer wurde ein Notprogramm für Kunst und Kultur im Umfang von 40 Millionen Euro beantragt. Dieser soll aus den Mitteln der Corona-Rücklage des Landes finanziert werden. „Mit einem Nothilfefonds im Umfang von über 32 Millionen Euro helfen wir wirtschaftlich gefährdeten Kunst- und Kultureinrichtungen sowie Vereinen der Breitenkultur“, sagte Bauer. Mit dem Programm „Kunst trotz Abstand“ – ausgestattet mit rund sieben Millionen Euro – fördert das Ministerium kulturelle Veranstaltungen, die auch unter den aktuellen Beschränkungen umgesetzt werden könnten. 

Zum Thema