Kultur

Hafensommer Spielfreude pur bei Andreas Kümmert und seiner Band

Abfeiern bis zum letzten Riff

Archivartikel

Abfeiern bis zum letzten Riff: Mit Standing Ovations haben die Zuschauer beim Würzburger Hafensommer Andreas Kümmert gefeiert und wollten ihn auch nach mehreren Zugaben nicht von der Bühne lassen. Dabei ist der Funke schnell von der schwimmenden Bühne auf die Menge über gesprungen.

Spielfreude pur: Mit Blues und Soul-Nummern sorgt der Sänger, der von einer exzellenten Band begleitet wird, für den passenden Groove. Die laue Sommernacht trägt das Ihre dazu bei, dass es einfach ein toller Abend ist.

Beeindruckend ist die stimmliche Urgewalt des Gemündeners. Der Sänger mit dem langen Bart und der markanten Stimme hat bei dem anderthalbstündigen Konzert nicht nur alte Songs wie „Silver and Gold“ oder „Heart of Stone“ im Gepäck, sondern mit „Keep My Heart Beating“ auch die erste Single-Auskopplung aus seinem jüngsten Album „Lost and Found“. Wenn er zur Gitarre greift, wird es laut auf der Bühne. Der „Single Man“ wirbelt über die Bühne, kreischt ins Mikro und ist beseelt von der Musik, die mal ruhiger mit viel Blues, dann wieder rockiger daherkommt.

Von Starallüren keine Spur. Stattdessen nimmt sich der Vollblutmusiker selbst auf die Schippe. Oder er quatscht von seinem pinken Fahrrad, das es zur Erstkommunion gab und dem er einen eigenen Song gewidmet hat: „Hey Louise“. Und er outet sich als Fan von „Hannah & Falco“, die das Publikum als Vorgruppe mit zarten Klängen schon restlos begeistert haben.

Den Spaß am Spielen merkt man der Band um den Gewinner von „Voice of Germany“ 2013 an. Jeder bekommt seine Freiräume für Soli, vor allem Gitarrist Ron Spielmann, mit dem sich Kümmert die musikalischen Bälle hin- und herwirft und nicht nur ein grandioses Duell an den Saiten liefert. Zum musikalischen Feuerwerk bei den Zugaben, darunter auch „Rocketman“, hält es dann keinen mehr auf dem harten Beton der Freitreppe. dib