Kultur

Bayreuther Festspiele „Tristan und Isolde“ zum letzten Mal

Abschied und Aufbruch

Archivartikel

Die erste schwarze Drag Queen in der Festspiel-Geschichte, die erste Pausen-Show im Park am Grünen Hügel – und bald die erste Frau am Pult: Wenn die Bayreuther Richard-Wagner-Festspiele an diesem Mittwoch (28. August) mit der allerletzten Aufführung von „Tristan und Isolde“ unter der Regie von Chefin Katharina Wagner zu Ende gehen, dann bleibt vor allem eins: ein Hauch von Aufbruchstimmung.

„Die Bayreuther Festspiele haben sich als essenziell wichtige Pflegestätte Wagners erwiesen“, bilanzierte Festival-Sprecher Peter Emmerich. „Pflege aber nicht wie die eines Kranken, sondern durchaus im kritischen, modernen Sinn.“ Die Bilanz dieses Jahr falle „sehr positiv, sehr gut“ aus. Tatsächlich war es in Bayreuth wohl noch nie so bunt, so glitzernd wie in diesem Jahr. Das haben die Festspiele vor allem Tobias Kratzer, dem Regisseur der spektakulären „Tannhäuser“-Neuinszenierung, zu verdanken, der damit nicht nur die Frage nach der Zukunft der Festspiele und ihrer künftigen Ausrichtung zwischen Avantgarde und etablierter Kunst stellte, sondern die Antwort gleich mitlieferte: So bunt, so glitzernd, so klug, so divers, so offen und so jung darf es ruhig weitergehen auf dem Grünen Hügel. 

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