Kultur

Literatur Man-Booker-Preis erstmals an arabische Autorin

Alharthi für Werk geehrt

Archivartikel

Der renommierte Literaturpreis Man Booker International geht erstmals an eine Schriftstellerin, die auf Arabisch schreibt. Jokha Alharthi aus dem Oman gewann den Preis am Dienstagabend für ihren Roman „Celestial Bodies“ (Himmelskörper). Darin geht es um die Lebensgeschichte von drei Schwestern im Oman, die in der Liebe verschiedene Wege gegangen sind, verknüpft mit der postkolonialen Geschichte des Landes.

Alharthis Werk sei kunstvoll und greife „tiefgreifende Fragen von Zeit und Sterblichkeit sowie verstörende Aspekte unserer gemeinsamen Geschichte“ auf, urteilte die Jury. Das Preisgeld von 50 000 Pfund (umgerechnet etwa 57 000 Euro) teilt sich Alharthi mit ihrer Übersetzerin Marilyn Booth.