Kultur

Ruhrtriennale Christoph Marthaler bespielt Universität

Apokalypse im Audimax

Die Ruhrtriennale hat sich für die Eröffnungspremiere am 21. August zur Abwechslung mal kein Industriedenkmal ausgesucht. Der Schweizer Regisseur Christoph Marthaler, „Artiste associé“ des Festivals, hat sein Musiktheater „Nach den letzten Tagen. Ein Spätabend“ vielmehr für den Audimax der Ruhr-Universität Bochum kreiert. Der 67-Jährige verwandelt den riesigen Saal in ein futuristisches Weltparlament, in dem die Zuschauer aus der Gegenwart auf ein zerstörtes Europa blicken. Der Verlust von Demokratie ist das Thema.

Mit insgesamt 35 hochkarätigen Produktionen und Projekten will das Kulturfestival Ruhrtriennale im Spätsommer das Publikum wieder in das Ruhrgebiet locken, zumeist in stillgelegte Werkhallen, Kokereien und Maschinenhäuser. Darunter seien 14 Ur- und Erstaufführungen, sagte Triennale-Intendantin Stefanie Carp. Bis zum 29. September stehen fast 150 Veranstaltungen aller Genres wie Musiktheater, Schauspiel und Tanz auf dem Programm des nordrhein-westfälischen Vorzeige-Kulturfestivals.