Kultur

Arnim Töpel feiert Geburtstag

Er ist der Held der leisen Töne, liebt den Blues und spielt Klavier statt Keyboard: Seit zwanzig Jahren sorgt Arnim Töpel für wohltuende Abendprogramme in der Region und weit darüber hinaus. Dieses Jubiläum - und seinen 60. Geburtstag - hat er nun in Hockenheim mit einem Konzert und befreundeten Musikern gefeiert. Manfred Häder (Gründer der Frankfurt City Blues Band), Michael Herzer und Erwin Ditzner spielten alte und neue Töpel-Songs, Sängerin Tokunbo (Tok Tok Tok) und Ezio Lunedei berührten als Solisten in dem insgesamt dreieinhalb Stunden währenden Geburtstagsabend.

Spätestens ab dem sechsten Lebensjahrzehnt gehören alte Fotos zum Jubiläumsabend. Auch die rund 150 Zuhörer im „Pumpwerk“ sehen den Jungen, den Abiturienten, den Juristen, der im Heidelberger „Ziegler’s“ in den 1980er-Jahren eine eigene Talkshow besitzt. 30 Jahre ist es her, dass er mit „Isch bin’s, de Günda“ einen Hit schreibt, der ihn sogar in die TV-Sendung „Hitparade“ bringt. „Acht Plus“ heißt Töpels einfühlsame Radiosendung beim damaligen Südfestfunk, die Zuhörer von der Seele reden lässt. Im Februar 2000 gibt er das Programm nach vier Jahren ab - und ist fortan ganz selbstständiger Bühnenkünstler. Ausgefeilte Hochsprache und beseelte Mundart, diese beiden Pole haben ihn über all die Jahre wechselseitig angezogen - zuletzt scheint der Dialekt zu gewinnen.

Töpel wurde mit dem Deutschen Kleinkunstpreis (Förderpreis 2000) ausgezeichnet und bekam 2014 die Hermann-Sinsheimer-Plakette für seine Verdienste um die Sprache. Längst hat er sich auch als Mundart-Krimischreiber Erfolg: „De Schorle-Peda“, „Muffzekopp“, „Die Luddarisch Brick“, „Fagrumbelung“, „Männas!“ und „Mord beim Männerballett“ sind sechs Fälle, die der kauzige „Kommissar Günda“ löste. Töpel, der stets ein Auge aufs Detail richtet, hat die Erzählungen selbst vertont und besprochen. Radsport-Legende Günter Haritz gehört ebenfalls zu den Gästen des Abends. Seine von Töpel verfasste Biografie erschien 2017.

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