Kultur

Film Cinema Quadrat zeigt Propagandawerk mit Diskussion

Aufklärung über Hetze

Archivartikel

In der Zeit der Nationalsozialisten galt „Jud Süß“ als der bekannteste Propagandafilm. Die von Joseph Goebbels beauftragten und beaufsichtigten Dreharbeiten stellen die Geschichte des real existierenden Joseph Süß Oppenheimer, 1698 in Heidelberg geboren, verzerrt dar, um das propagierte Bild des gierigen, reichen Juden zu fördern. Das Cinema Quadrat zeigt zur Ausstellung „Die Geschichte des Joseph Süß Oppenheimer und die ewigen Lügen über Jud Süß“ den Film am 5. Februar mit anschließender Diskussion.

Oppenheimer erhebt Steuern, nutzt seinen Einfluss, um den Judenbann in Stuttgart aufzuheben, und stellt Frauen nach. Als er abgewiesen wird, bricht sein gewalttätiger Charakter durch. „Jud Süß“ von Veit Harlan war der größte Kinoerfolg der Nazis und darf nur noch mit Einordnung gezeigt werden.

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