Kultur

Popakademie Studenten zeigen ihr Können live

Aufstrebende Musiker

Archivartikel

Ein großer Tag für Udo Dahmen, den Chef der Popakademie Baden-Württemberg. Gegen halb Neun steht er auf der Bühne der Alten Feuerwache, freut sich über das 15-jährige Jubiläum und kündigt sehr viel Musik an. Während in Mathe oder BWL zum Semesterschluss Prüfungen anstehen, dürfen die Popstudenten heute auf die Bühne. Und weil Jubiläum ist, mischen auch erfolgreiche Ex-Absolventen mit.

Als ersten von zwölf Auftritten kündigt Dahmen das Pulse Project aus dem Studiengang Weltmusik an. Das Ensemble aus zwei Syrern, zwei Italienern und zwei Deutschen überzeugt. Als Mix aus Jazz, Rapmusik und R’n’B präsentiert Rodrigue Dang á Mira die nächste Band. Der Akademie-Absolvent moderiert den vierstündigen Abend. Laura Gideon nennt sich die sympathische Formation, vier Jungs mit Basecaps und eine Sängerin, die gekonnt zwischen Rap und Refrains à la Amy Winehouse wechselt.

Gropper als Überraschungsgast

Den Beweis, dass die Popakademie eine Erfolgsgeschichte ist, treten Ex-Absolventen an, die gut ins Musikgeschäft eingestiegen sind. So singt Alina mit starker Stimme ihre druckvollen Balladen. Im Song „Im Jungbusch“ beschwört sie den Mannheimer Stadtteil, dem sie prägende Erfahrungen verdankt. Für Spaß sorgen Schlagzeugmafia, fünf Herren mit Hut und Hosenträgern, die mitreißend trommeln und gleichzeitig als Comedians punkten.

Überraschungsgast Konstantin Gropper und Get Well Soon stürmen auf die Bühne. Die längst über Mannheim hinaus bekannte Band setzt mit „Marienbad“ und „A Convenient Truth“ balladeske Akzente. Sängerin Mine heizt dem Publikum mit ihrem Deutschpop kräftig ein.

Und die Studentenbands? Sie zeigen Vielfalt und wecken Hoffnungen auf Hits. Nik & Kaala etwa servieren lupenreinen Folkpop im Stil von Mumford & Sons, und Luis Baltes unterhält als starker Rap-Performer. Von Programmatix ist klangvoller Soft-Rock zu hören, und als The Kii präsentieren sich zwei Produzenten mit drei Sängern. Zum Abschluss tanzt das Publikum zu flottem Gitrarrenrock von Die Fibel oder den Songs von Vincent Hall.