Kultur

Konzert Roger Waters in der SAP Arena

Ausgeklügelter Sound, treibender Groove und optisches Zauberwerk

Archivartikel

Mannheim.Das, worauf wir bei Roger Waters gefasst sein mussten, kommt nicht – zumindest nicht zu Beginn des Konzerts in der SAP Arena. Keine Israelkritik. Kein fliegendes Schwein mit Davidsstern und Kruzifix und anderen religiösen Symbolen. Keine politischen, gar Israelkritischen Statements. Dafür: eine am Strand sitzende Muslima in Endlosschleife auf einem Video und klangliche Erinnerungen an eines der größten Alben der Rockgeschichte: Mit orientalisch angehauchtem Frauengesang auf Arabisch von der Festplatte, dem pochenden Intro samt Schrei "Speak To Me" und dem folgenden "Breathe" (gesungen von den beiden Gitarristen) steigen Roger Waters und seine formidable Band in den Abend vor rund 10 000 Besuchern ein, mit dem also, womit Pink Floyd berühmt und reich wurden: dem von Klangmagier Alan Parsons produzierten Album "The Dark Side Of The Moon".

Von Beginn an macht sich in der Mannheimer SAP Arena bemerkbar, dass ein Abend folgen wird, bei dem sich fein ausgeklügelter Sound, treibender Groove und ein optisches Zauberwerk gelassen und entspannt die Hand geben werden. Der Sound: exzellent. Die Zuhörer: konzentriert und doch begeistert. Die Stimmung: friedlich. Was will der Pink-Floyd-Fan mehr!

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