Kultur

„Junge Kunst – Junge Künstler“ Im Heidelberger Skulpturenpark werden Jochen Damian Fischer und André Wischnewski als Hauptpreisträger gekürt

Ausgezeichnete Beherrschung des Raumes

„Hier ist der wichtigste Ort für Skulpturen im öffentlichen Raum“, sagt Manfred Fuchs, Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer des Skulpturenparks Heidelberg, im Blick auf das Ambiente der Orthopädischen Universitätsklinik in Heidelberg-Schlierbach. Im weiträumigen Gelände kommt Bildhauerei mit verschiedensten Materialien bestens zur Geltung und setzt einen künstlerischen Kontrapunkt zu dem, was üblicherweise hinter den Klinikmauern passiert. Begonnen hat alles etwa 1995, als Professor Horst Cotta das Projekt angedacht hatte. Profil und auch materielle Wertigkeit durch Auslobung eines Kunstpreises erhielt der Skulpturenpark durch Mäzen Fuchs, der den seit 2015 alle drei Jahre zu verleihenden Kunstpreis stiftete. 10 000 Euro sind ausgelobt und damit beispielhaft für die Metropolregion.

Soeben wurden die Preisträger bekannt gegeben, die nach einer längeren Vorauswahl in einer beschränkten Auslobung von einer Fachjury gekürt wurden. Den ersten Preis teilen sich Jochen Damian Fischer und und André Wischnewski (je 4000 Euro), den zweiten Preis erhält Peco Kawashima (2000 Euro). Jochen Damian Fischer wird für seine Skulptur „Carré“ ausgezeichnet, die der Künstler aus Beton gefertigt hat und sich sowohl als Ort der Begegnung als auch Rückzugsort zum Innehalten versteht. André Wischnewski schuf mit dem Werk „Whatever you say“ eine transparente Plastik aus Edelstahl, die einen geometrischen Formenkanon reflektiert und ein Oszillieren zwischen Betrachter und Objekt möglich machen könnte. Die in Kyoto aufgewachsene und in Karlsruhe lebende Peco Kawashima überzeugt mit einer ästhetisch ansprechenden Arbeit aus Kupfer, Edelstahl und Kies, die zum Nachdenken über den Begriff Zeit anregen sollte, aber auch Tierkreiszeichen assoziiert.

Die beschränkte Ausschreibung des Preises „Junge Kunst – Junge Künstler“ erfolgt in Zusammenarbeit mit Harald Klingelhöller, Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Die Bewerber, dieses Jahr 27 nach einer komplexen Vorschlagsliste, dürfen nicht älter als 40 Jahre sein.