Kultur

Klassik Neuer Intendant Benedikt Stampa stellt Programm seiner ersten Spielzeit im Festspielhaus Baden-Baden vor

Beethoven steht im Zentrum

Ludwig van Beethoven steht im Zentrum des ersten Baden-Badener Festspielhaus-Programms des künftigen Intendanten Benedikt Stampa. Zum 250. Geburtstag des berühmten Komponisten werde sich dessen Musik durch die gesamte Spielzeit 2019/20 ziehen, sagte Stampa gestern in der Kurstadt. Die erste von ihm verantwortete Saison werde unter anderem geprägt vom „Beethoven-Projekt“ des Choreographen John Neumeier, von Aufführungen der Beethoven-Oper „Fidelio“, der Messe „Missa Solemnis“ und der Neunten Sinfonie. Zum ersten Mal würden sämtliche Streichquartette des Komponisten in Baden-Baden aufgeführt – „das gab es noch nie“, sagte der designierte Intendant.

Glucks „Orphée et Eurydice“ dabei

Die neue Saison beginnt am 27. September mit Neumeiers Inszenierung der Ballettoper „Orphée et Eurydice“ von Christoph Willibald Gluck. Neumeier ist damit erstmals in Baden-Baden als Opernregisseur zu erleben. Das Hamburg Ballett zeigt später Neumeiers „Beethoven-Projekt“. Eine Premiere feiern auch die Osterfestspiele 2020 mit den Berliner Philharmonikern unter Kirill Petrenko, der sie erstmals als Chefdirigent gestaltet.

Petrenkos Vorgänger in Berlin, Sir Simon Rattle, kommt mit dem London Symphony Orchestra und dirigiert neben Beethovens Neunter auch dessen selten aufgeführtes Oratorium „Christus am Ölberge“. Stampa übernimmt die künstlerische Leitung des Hauses planmäßig zum 1. Juli als Nachfolger von Andreas Mölich-Zebhauser. dpa