Kultur

Echo 2018 Skandal-Rapper wollten nach Auschwitz reisen

Besuch verschoben

Archivartikel

Für den angekündigten Besuch der Rapper Farid Bang und Kollegah in der KZ-Gedenkstätte Auschwitz gibt es bisher keinen Termin: Der Besuch werde definitiv nicht an diesem Wochenende stattfinden, sagte der Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees, Christoph Heubner, der Deutschen Presse-Agentur gestern in Berlin.

Ursprünglich war der 3. Juni ins Gespräch gebracht worden. Er sei aber nie als fester Termin vorgesehen gewesen, sondern nur in Zusammenhang mit dem Beginn eines Besuchs von deutschen und polnischen Jugendlichen, die den Mitarbeitern der Gedenkstätte auf dem Gelände helfen wollen. Dem hätten sich die Rapper eventuell anschließen können. Er warte noch auf ein Zeichen des Managements der beiden Musiker, sagte Heubner.

Farid Bang und Kollegah waren im April trotz Antisemitismus-Vorwürfen mit dem Musikpreis Echo ausgezeichnet worden. Besonders kritisiert wurden die Liedzeilen „Mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen“ und „Mache wieder mal ’nen Holocaust, komm’ an mit dem Molotow“. Etliche Musiker gaben ihre eigenen Echo-Preise aus Protest zurück, danach wurde die Auszeichnung abgeschafft. dpa