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Seit 1948 wird der Oscar für den besten fremdsprachigen Film vergeben. Alle drei Siegerbeiträge aus der Bundesrepublik hatten die deutsche Geschichte zum Hintergrund: Volker Schlöndorffs Verfilmung von Günter Grass’ Roman „Die Blechtrommel“ (1980), Caroline Links „Nirgendwo in Afrika“(2003) und Florian Henckel von Donnersmarcks Debütfilm„Das Leben der Anderen“. Der dokumentierte 2007 virtuos den Alltag in der DDR unter der Lupe der Stasi. Das einstige Regie-Wunderkind nun mit seinem erst dritten Film wieder nach Hollywood ins Rennen um den Academy Award zu schicken, ist nicht nur wegen seines Achtungserfolgs mit dem für drei Golden Globes nominierten Star-Thriller „The Tourist“ (2010) eine Nummer-sicher-Entscheidung. Sein „Werk ohne Autor“ nimmt nämlich gleich beide deutschen Diktaturen des 20. Jahrhunderts in den Blick. Jedoch geht das Rezept nicht immer auf: Filme wie „Aimée & Jaguar“, „Good Bye, Lenin!“, „Im Labyrinth des Schweigens“ oder der hochaktuelle „Aus dem Nichts“ schafften es dann nicht auf die Nominierungsliste.