Kultur

Fotografie Bei der Hamburger Triennale stehen Krisen im Fokus

Bilder kreisen um Probleme

Hamburg wird in diesem Sommer wieder zur „Hauptstadt der Fotografie“: Bei der 7. Triennale der Fotografie präsentieren sich unter dem Motto „Breaking Point“ von heute an bis in den September mehr als 320 Künstler in allen großen Museen der Hansestadt, in Galerien und an weiteren Veranstaltungsorten. „Angesichts verstärkter globaler Herausforderungen – vom Klimawandel über die Flüchtlingskrise und politische Unruhen bis hin zu Computerattacken und der Bedrohung durch Terrorismus – ist das Medium der Fotografie in der Lage, einen visuellen Schwerpunkt auf solche Probleme zu legen“, sagte der künstlerische Leiter Krzysztof Candrowicz gestern in Hamburg.

So hat Richard Mosse eine militärische Überwachungskamera eingesetzt, um Menschen auf ihrer Flucht nach Europa zu filmen. Zum Thema „Kontrolle“ zeigt Thomas Demand das leere Oval Office des US-Präsidenten.

„Home“ sammelt Arbeiten von Künstlern, die sich mit der Zerstörung vieler Formen des Zuhauseseins auseinandersetzen. So beschreibt Andrea Diefenbach in ihrer Arbeit „Land ohne Eltern“ die Problematik der Arbeitsmigration in Moldawien und der mexikanische Künstler Jorge Taboada das Elend in den Vorstädten. „Die Künstler leisten einen wertvollen Beitrag, um die Welt etwas besser zu machen“, meinte der Intendant der Deichtorhallen, Dirk Luckow.