Kultur

Kunst Angriffe auf Museen weiten sich aus

Cecilienhof attackiert

Die Attacken auf Kunstobjekte in Museen weiten sich aus. Nach Anschlägen auf Museen der Berliner Museumsinsel und im Museum Wewelsburg in Nordrhein-Westfalen wurde auch eine Attacke im Potsdamer Schloss Cecilienhof bestätigt.

Die Verschmutzung sei am 18. September entdeckt worden, sagte ein Sprecher der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg am Freitag. An der beschmierten Statue wird es wohl keine bleibenden Schäden geben. „Aus konservatorischer und restauratorischer Sicht wurden keine Probleme gesehen.“ Der Fleck sei abgewischt worden. Bei weiterem Inventar oder in anderen Räumen seien keine Verschmutzungen entdeckt worden.

Etwa 60 Werke in Berlin restauriert

Zunächst sei keine Anzeige erstattet worden. Erst zwei Wochen später sei an einen Zusammenhang mit Angriffen in Berlin gedacht worden. Nach Bekanntwerden der Attacke kündigte die Stiftung am Freitag eine Anzeige an. Die eingesetzte Flüssigkeit sei geprüft worden. Auch in Potsdam sei ein Öl wie in Berlin benutzt worden.

Bei dem Werk in Cecilienhof, wo 1945 das Potsdamer Abkommen unterzeichnet wurde, handelt es sich um eine Skulptur. Sie steht auf dem Schreibtisch des Zimmers, das US-Präsident Harry S. Truman während der Verhandlungen nutzte.

Nach den Anschlägen in Berlin ist der überwiegende Teil der Objekte wieder hergestellt. Auf den meisten der etwa 60 Werke konnten Spuren restlos beseitigt werden, sagte ein Sprecher am Freitag. 

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