Kultur

Auszeichnung Der Leipziger Sprachwissenschaftler Christian Fandrych erhält den Mannheimer Konrad-Duden-Preis

Das Deutsche im internationalen Kontext

Archivartikel

Der in Leipzig lehrende Sprachwissenschaftler Christian Fandrych erhält den Mannheimer Konrad-Duden-Preis. Das hat die Stadt gestern, nach einem Beschluss des Gemeinderats, mitgeteilt. Der für besondere Verdienste auf dem Gebiet der Sprachwissenschaft verliehene Preis wird im Rahmen der Jahrestagung des Instituts für Deutsche Sprache (IDS) am 14. März kommenden Jahres an Fandrych übergeben.

Der Preis ist mit 12 500 Euro dotiert und wird alle drei Jahre verliehen. Er wird gemeinsam getragen von der Stadt und dem Verlag Bibliographisches Institut, der die Wörterbücher der Marke Duden herausgibt und früher in Mannheim beheimatet war. Dessen Geschäftsführer Olaf Carstens war an der Preisentscheidung als Sachverständiger ebenso beteiligt wie der Direktor des Mannheimer IDS, Ludwig M. Eichinger.

Breit gefächertes Interesse

Fandrych unterhält gute Kontakte zu der Forschungsinstitution, besonders aufgrund seiner intensiven Beschäftigung mit dem Deutschen als Sprache der Wissenschaft. Das Schriftenverzeichnis des 1961 geborenen Linguisten ist lang, breit gefächert sind seine Forschungsinteressen. Zu den Schwerpunkten zählen außer den genannten die Wortbildung, Lexikologie, Textlinguistik, funktionale Grammatik, Kontrastive Linguistik und Sprachdidaktik. Er hat sich intensiv mit dem Unterricht in Deutsch als Fremdsprache befasst, was die Jury laut der Mitteilung besonders würdigt.

Fandrych setze sich als Leiter des Studiengangs Deutsch als Fremdsprache im arabisch-deutschen Kontext für die Internationalisierung der Universitäten ein. Dies zeige er auch in Projekten mit anderen Universitäten im Ausland zu Themen wie die Situation englischsprachiger Studiengänge in Deutschland oder multilinguale Wissenschaftssprache. Letzteres Thema unterstreiche Fandrychs Bemühen um innovative und aktuelle Forschung.

In einer Stadt wie Mannheim mit vielen nicht muttersprachlich deutschen Sprechern seien Fandrychs Untersuchungen unterschiedlicher Sprachsysteme von großer Relevanz, so werden der Oberbürgermeister Peter Kurz und Kulturbürgermeister Michael Grötsch in der Mitteilung zitiert. tog (Bild: privat)