Kultur

Jazz Hats and Beards spielen auf dem Mannheimer Museumsschiff Klassiker des New-Orleans- und Swing-Stils

Den Ursprüngen auf der Spur

Archivartikel

„Haste Töne?“, heißt die Konzertreihe, die das Mannheimer Technoseum auf seinem am Neckarstrand vor Anker liegenden Museumsschiff im Sommer veranstaltet. Und diese Töne schließen eine Lücke im Musikleben der Stadt.

Denn modernen Jazz bietet das in beachtlicher Fülle. Doch auf welcher Bühne erklingen Stücke wie die New-Orleans-Nummer „Muskrat-Ramble“? Oder Swing-Standards wie „Honeysuckle Rose“ aus der Feder des Pianisten Fats Waller? Im Programm des Museumsschiffs haben diese Stücke eine Heimstatt gefunden.

Kulturübergreifende Projekte

Und noch eine Besonderheit: In diesem Fall wird der alte Jazz nicht von nostalgisch gestimmten Amateuren gespielt. Hats and Beards sind drei junge Profis, die ihr Handwerk studiert haben. Zwei von ihnen, Trompeter Johannes Stange und Bassist Jonathan Sell, sind bekanntgeworden durch kulturübergreifende Projekte Richtung Orient.

Ihre stilistische Offenheit hat sie eine Binnengrenze im Jazz überschreiten lassen, die von den Modernisten des Genres sonst kaum angetastet wird. Mit Ausnahme vielleicht der Gitarristen, für die Django Reinhardt ein bewundertes Vorbild gewesen ist. So auch für Jörg Teichert, den Dritten im Bunde der bärtigen jungen Männer mit den schwarzen Hüten, weswegen Melodien von Django in ihrem Repertoire nicht fehlen.