Kultur

Ausstellung Kölner Museum Ludwig wirft einen neuen Blick auf US-Kunst und Pop-Art

Die Lücken einer Sammlung schließen

Archivartikel

Mit der Ausstellung „Mapping the Collection“ wirft das Kölner Museum Ludwig einen neuen Blick auf seine Sammlung US-amerikanischer Kunst. Im Fokus der Schau, die von Samstag an zu sehen ist, steht eine Neubewertung der Kunst der 60er und 70er Jahre, in denen vor allem die Pop Art aus den USA weltweit Künstler beeinflusste.

Als repräsentativ für die Kunst dieser Jahre gelten Künstler wie Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Robert Rauschenberg oder Donald Judd. Hingegen fanden afroamerikanische oder indigene Künstler, solche mit lateinamerikanischen Wurzeln, aber auch Künstlerinnen aus dieser Zeit wenig Beachtung. Die Ausstellung hat sich zum Ziel gesetzt, diese westeuropäische Rezeption US-amerikanischer Kunst zu hinterfragen.

Im Kontext der 1960er Jahre

Zu sehen sind bis zum 23. August Gemälde, Skulpturen, Fotografien und Videoarbeiten, die die Pop- Art-Stars aus der Museumssammlung mit weniger bekannten Künstlern wie Leon Polk Smith, Senga Nengudi, Adrian Piper oder T.C. Cannon (Kiowa/Caddo) zusammenbringen.

Eingebettet werden die Arbeiten in den politischen und gesellschaftlichen Kontext der 60er und 70er Jahre. Archivmaterial erinnert an die afroamerikanische Bürgerrechtsbewegung, die Ermordungen von John F. Kennedy und Martin Luther King sowie an die Proteste gegen den Vietnam-Krieg.

Die Ausstellung geht aus einem zweijährigen Forschungsprojekt hervor, bei dem die Museumssammlung US-amerikanischer Kunst hinsichtlich postkolonialer, feministischer, queerer und gender-theoretischer Fragestellungen untersucht wurde. Ziel sei es, die dabei identifizierten Lücken in der Sammlung langfristig zu schließen, kündigte Museumsdirektor Yilmaz Dziewior an. 

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