Kultur

Auszeichnung Akademie gibt weitere Preisträger bekannt

Ehrung für Strigl und Macho

Nach der Bekanntgabe des Georg-Büchner-Preisträgers hat die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung die Gewinner von zwei weiteren hoch dotierten Auszeichnungen bekanntgegeben. Die Literaturwissenschaftlerin Daniela Strigl (Bild oben) erhält den Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik, wie die Akademie am Freitag mitteilte. Der Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa geht an den Philosophen Thomas Macho (Bild unten).

Strigl wie Macho sind in Wien geboren und erhalten die mit 20 000 Euro dotierten Auszeichnungen am 2. November. Am selben Tag wird auch der Georg-Büchner-Preis an den Schweizer Autoren Lukas Bärfuss vergeben. „Als Essayistin und Kritikerin schreibt Daniela Strigl mit ironisch gespitzter, niemals jedoch bösartiger Feder, jede ihrer Rezensionen besticht durch Fachwissen und Genauigkeit, macht Lust auf Bücher und ist ein sprachlicher und intellektueller Genuss“, urteilte die Jury. Sie gehörte unter anderem der Jury des Deutschen Buchpreises an und ist Mitglied der Jury für den Preis der Leipziger Buchmesse. Strigl, geboren 1964, hat unter anderem Biografien über Marlen Haushofer und Marie von Ebner-Eschenbach veröffentlicht. Sie lehrt in Wien Literaturwissenschaft und hat für ihre Tätigkeit als Kritikerin unter anderem auch den Alfred-Kerr-Preis erhalten.

„Scheinbar abseitige Felder“

In der Begründung zu Macho heißt es: „Immer wieder hat er neue und überraschende Einsichten in das kulturelle Leben der Moderne gewonnen, die auch auf scheinbar abseitigen Feldern eine hohe Geistesgegenwart sichtbar werden lassen.“ Thomas Macho, Jahrgang 1952, leitet seit 2016 das Internationale Forschungszentrum Kulturwissenschaft der Kunstuniversität Linz in Wien, zuvor lehrte er an der Berliner Humboldt-Universität Kulturgeschichte. Er hat zuletzt ein vielbeachtetes Buch über den Suizid in der Moderne veröffentlicht. Beide Akademie-Preise werden seit 1964 verliehen. / dpatog