Kultur

Pop Festival Sound of the Forest im Odenwald beginnt

Ein Auftakt voller Euphorie

Archivartikel

Ein ganzes Jahr lang mussten Festival-Freunde auf das große Sound of the Forest-Jubiläum warten – nun zelebrieren sie einen Auftakt in Euphorie, der seinesgleichen sucht. Und erahnen lässt, wie sehr den Liebhabern das vielleicht idyllischste Festival im Rhein-Neckar-Delta gefehlt haben muss. Denn genau zwölf Monate, nachdem Behörden die zehnte Ausgabe von Sound of the Forest aufgrund erhöhter Waldbrandgefahr im odenwäldischen Beerfelden untersagt hatten, scheint für zahllose früh angereiste Fans vollkommen gleich, ob sich nun die pralle Sommersonne oder dichte Regentropfen auf das Gelände am Marbachstausee legen: Hier kostet man vom Enthusiasmus.

Rund 5000 Zuschauer angereist

Der sich auch in den ersten Stunden bereits melodisch bemerkbar macht. Schon am Donnerstagabend hatten das Electro-Projekt Ströme und der spanische Produzent Kid Simius dem Jubiläum ihren unverkennbaren Stempel aufgedrückt. Eine Tendenz, die sich auch am ersten offiziellen Festivaltag konsequent fortsetzt. Mit dem bestens aufgelegten Singer-Songwriter-Pop von Fee, aber auch dem fein gearbeiteten Folk von Black Sea Dahu aus Zürich, die mit ihren lyrisch dichten Texten so manchen Badegast voller Neugier aus dem See locken.

Was sich auch über das Berliner Power Rock-Trio von Pabst sagen lässt. Da mag das Tageslicht die Festivalgemeinschaft noch so konsequent mit Vitamin D versorgen: Als die Jungs aus Berlin das nachtfinstere Unterholz-Zelt mit rotem Scheinwerferglanz und satten Akkorden fluten, verlieren die Zuhörer ein erstes und entscheidendes Mal selbst die Kontrolle über die eigenen Füße. Ein Zauber, der 5000 Fans auf ein prägendes Wochenende im Wald einstimmen wird. Nach Redaktionsschluss wurden unter anderem noch die Auftritte von Indie-Poetin Kat Frankie und den Hauptstadt-Rockern Von Wegen Lisbeth erwartet.

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