Kultur

Film Billie Eilish veröffentlicht ihr Lied zur neuen Film-Episode „Keine Zeit zu sterben“ / Jüngste Titelsängerin der 007-Reihe aller Zeiten

Ein Bond-Song wie aus dem Bilderbuch

Eine vierminütige Ballade, etwas düster und nicht allzu pathetisch, mit orchestralen Zitaten aus der Vergangenheit: So klingt ein James-Bond-Titelsong, wenn sich der weltweit angesagteste Jungstar der Popmusik darum kümmert – eigentlich gar nicht so viel anders als früher. Am Freitagmorgen um 1 Uhr deutscher Zeit hat die fünffache Grammy-Gewinnerin Billie Eilish ihr Lied für den Bond-Film „No Time To Die“ („Keine Zeit zu sterben“) präsentiert.

„No Time To Die“ heißt auch der Song, den Eilish auf gängigen Streaming-Diensten veröffentlichte. Mit 18 Jahren ist sie die jüngste Künstlerin, die eine Eröffnungsmelodie für die Reihe eingesungen hat – 56 Jahre nach der Premiere von Shirley Bassey mit „Goldfinger“.

Auch der deutsche Filmkomponist Hans Zimmer und der frühere Gitarrist der britischen Band The Smiths, Johnny Marr, wirkten an „No Time To Die“ mit. Ihre Beiträge sind mit Bond-typischen Klavier-, Streicher- und Bläser-Arrangements sowie dunklen Gitarren-Sounds in der opulenten Produktion nicht zu überhören. Für die zeichnet Eilishs Bruder Finneas verantwortlich, der „No Time To Die“ auch mit seiner Schwester geschrieben hat.

Laut „Daily Mail“ wird Eilish das Lied bei den Brit Awards am 18. Februar live singen. „Keine Zeit zu sterben“ startet am 2. April in den deutschen Kinos. Es soll Daniel Craigs letzter 007 sein.

Eigener Stil erkennbar

Wie reiht sich „No Time To Die“ in die Liste der Bond-Songs ein? Erster Eindruck: Das Lied kann sich hören lassen – auch wenn man es mit Klassikern wie Basseys „Goldfinger“ und „Moonraker“, „Live And Let Die“ von Paul McCartney & Wings oder „Licence To Kill“ von Gladys Knight vergleicht.

Eilish übertreibt es nicht mit Bombast, zeigt aber, wie groß ihr Talent ist. Die Produktion bedient sich früherer Melodien, ist aber noch nah genug an ihrem reduzierten, modernen Sound. Eilish hat ihr Ding zwar nicht so konsequent durchgezogen, wie es sich manche gewünscht hatten – der frische Wind für „007“ weht musikalisch eher dezent. Sie würdigt damit die lange Historie der Bond-Songs wie zuletzt etwa Adele mit „Skyfall“ – und trotzdem hört man noch ihren eigenen Stil heraus. 

Info: Song online anzuhören unter: https://bit.ly/38tinFJ 

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