Kultur

Geburtstag „Titanic“- und „Avatar“-Regisseur James Cameron wird 65 Jahre alt / Filmemacher führte viele Jahre die Liste der umsatzstärksten Produktionen aller Zeiten an

Er fühlte sich als „König der Welt“

Wenige Wochen vor seinem Geburtstag ist James Cameron von Superhelden entthront worden. Diese Niederlage steckte der Erfolgsregisseur aber augenscheinlich souverän weg. Cameron, der am Freitag (16. August) 65 Jahre alt wird, führte mit „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ und „Titanic“ als Box-Office-König viele Jahre die Liste der umsatzstärksten Filme aller Zeiten an.

Dann preschte im Mai das Superhelden-Epos „Avengers: Endgame“ an der „Titanic“ (1997) vorbei und hängte Ende Juli auch noch den bisherigen Spitzenreiter „Avatar“ (2009) ab. Auf Twitter gratulierte Cameron prompt den Machern des Marvel-Streifens zum Erfolg als neuer „Kinokassen-König“ mit einem Foto von Iron Man, der von „Avatar“-Wesen umgeben ist.

Fortsetzungen alle zwei Jahre

Insgeheim mag der Regisseur aber hoffen, mit seinen vier geplanten „Avatar“-Fortsetzungen bald wieder selbst ganz oben zu sein. Bis Dezember 2021 müssen sich die Fans allerdings noch gedulden, ehe „Avatar 2“ Premiere feiert. Cameron arbeitet derzeit in Neuseeland an allen vier 3D-Fantasy-Folgen, die dann im Zweijahresrhythmus auf die Leinwand kommen sollen. Ein „episches Unterfangen“, räumte der gebürtige Kanadier ein, der als Schüler mit seiner Familie nach Kalifornien kam. Erst studierte er Physik und englische Literatur, schwenkte dann auf Spezialeffekte und Drehbücher um. Sein erstes „Terminator“-Regiewerk kostete nur wenige Millionen Dollar, war aber 1984 gleich ein großer Hit.

„Titanic“ war Camerons großer Oscar-Triumph. 1998 holte das Schiffsuntergang-Drama sensationelle elf Trophäen, darunter als bester Film und für die beste Regie. Der Regisseur hielt sich bei der Verleihung nicht zurück. „I’m the king of the world“ („Ich bin der König der Welt“), jubelte Cameron auf der Oscar-Bühne. Die „Titanic“ stellte damals neue Zuschauerrekorde auf.

Mit „Avatar“ überbot Cameron 2009 seinen eigenen Rekord. Mit modernster 3D- und Motion-Capture-Technik versetzte der Regisseur die Zuschauer in das futuristische Pandora-Universum. Die weltweiten Einnahmen von 2,78 Milliarden Dollar wurden erst jetzt von „Avengers: Endgame“ noch getoppt. 

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