Kultur

Nachruf Zum Tod von Opernregisseur Harry Kupfer

Erfolge mit Wagner

Archivartikel

Harry Kupfer, einer der angesehensten Opernregisseure Deutschlands, ist mit 84 Jahren gestorben. Er starb am Montag in Berlin, wie seine Agentur Arsis am Dienstag in Wien mitteilte. Kupfer, der 1981 bis 2002 Chefregisseur an der Komischen Oper Berlin war, hatte mit seinen Inszenierungen unter anderem bei den Wagner-Festspielen in Bayreuth großen Erfolg.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sagte, mit seinen Inszenierungen habe Kupfer „sowohl in der ostdeutschen als auch später in der westdeutschen Opernlandschaft Maßstäbe“ gesetzt. Zu den Meilensteinen von Kupfers Karriere gehörte auch die Produktion der zehn wichtigsten Opern von Richard Wagner an der Berliner Staatsoper Unter den Linden mit dem Dirigenten Daniel Barenboim.

Auf Aktualität geachtet

„Seine Inszenierungen haben stets das Denken aller künstlerisch Beteiligten wie des Publikums herausgefordert“, schrieb die Staatsoper, an der Kupfer viele Jahre und bis zuletzt wirkte. „Mit unbedingter Energie und Überzeugungskraft ist es ihm gelungen, immer wieder Funken aus den Werken zu schlagen, auf dass sie aktuell und aussagekräftig bleiben.“

Im Jahr 1978 brachte Kupfer in Bayreuth den „Fliegenden Holländer“ auf die Bühne. Zehn Jahre später produzierte er dort mit Daniel Barenboim den „Ring des Nibelungen“. Er wolle auf der Bühne Menschen mit ihren Konflikten, Problemen und Widersprüchen zeigen, sagte Kupfer einmal. dpa

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