Kultur

„Der Faust“ Theaterpreise für Karlsruhe, Stuttgart und Mainz

Erfolgreicher Südwesten

Archivartikel

Bei dem wichtigsten deutschen Theaterpreis „Der Faust“ belohnte sich der Südwesten mit Auszeichnungen für hohe Qualität: In der Kategorie Regie Musiktheater wurde Tobias Kratzer (Bild) für seine Inszenierung von „Götterdämmerung“ für das Badische Staatstheater Karlsruhe ausgezeichnet.

In der Kategorie Musiktheater wurde als Sängerdarsteller Matthias Klink für seine Rolle in „Tod in Venedig“ (Oper Stuttgart/Stuttgarter Ballett) bei der Preisverleihung in Regensburg geehrt.

Bei der Gala des Deutschen Bühnenvereins erhielt zudem die Choreographie „Soul Chain“ von Sharon Eyal (Staatstheater Mainz/tanzmainz) eine der Auszeichnungen in der entsprechenden Kategorie.

Heidelberger Theater erfolglos

Martin G. Bergers Inszenierung „Faust (Margarete)“ für das Theater und Orchester Heidelberg ging leer aus. Sie unterlag in der Kategorie Regie Musiktheater gegen die Konkurrenz aus Karlsruhe, zu der es in der Begründung der Jury heißt: „Kratzers ,Götterdämmerung’ am Badischen Staatstheater Karlsruhe zeigt eine seltene konzeptuelle Stimmigkeit und Genauigkeit. Trotz der Schwere Wagners gelingt ihm eine Leichtigkeit der Inszenierung, die die Musik scheinbar tanzen lässt.“ Seine Regie „sprühe vor Ideen, die aber niemals Selbstzweck sind“, begründet die Jury ihre Entscheidung weiter.

Für sein Lebenswerk wurde Aribert Reimann geehrt. Der Berliner Komponist, der auch als Pianist und Musikwissenschaftler erfolgreich ist, agiere auf internationalem Parkett und seine Musik sei omnipräsent, sagte Musikkritikerin Eleonore Büning in ihrer Laudatio.

Die beste Schauspielregie-Leistung zeigte nach Ansicht der Preisrichter Thorleifur Örn Arnarsson mit „Die Edda“ für das Staatsschauspiel Hannover. Als Darsteller in der Kategorie Tanz wurde Ramon A. John für seine Darbietung in „Eine Winterreise“ (Hessisches Staatsballett) geehrt.

Des Weiteren wurden geehrt: Martina van Boxen mit „Lindbergh – Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus“ am Jungen Schauspielhaus Bochum (Regie Kinder- und Jugendtheater), Barbara Nüsse in „Der Sturm“ am Thalia Theater Hamburg (Darsteller Schauspiel), Jana Findeklee und Joki Tewes für „Wilhelm Tell“ am Schauspiel Köln (Bühne/Kostüm). Der Perspektivpreis ging an die Aktion „40 000 Theatermitarbeiter treffen ihre Abgeordneten“. lim