Kultur

documenta 14 Im Raum steht Anfangsverdacht der Untreue

Ermittlungen eingeleitet

Wegen Verdachts auf Untreue ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Verantwortliche der documenta 14. Es gehe um den Verdacht der Untreue, sagte Oberstaatsanwalt Götz Wied gestern dem Hessischen Rundfunk (hr) und bestätigte damit einen Bericht der „Rheinischen Post“. Der Anfangsverdacht sei demzufolge nach Prüfung der Berichte einer externen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bejaht worden, sagte Wied. Dieser Bericht ist nicht veröffentlicht worden. Gegen wen genau sich das Ende Januar aufgenommene Verfahren richte, wollte der Oberstaatsanwalt nicht mitteilen. Seit Oktober liegen der Staatsanwaltschaft mehrere Strafanzeigen wegen Untreue im Zusammenhang mit der documenta vor. Die Kunstausstellung, die im vergangenen Jahr erstmals mit Kassel und Athen an zwei Standorten zu sehen war, hatte ein voraussichtlich fünf Millionen Euro hohes Defizit zur Folge.

Als personelle Konsequenz aus dem Millionen-Defizit wurde der eigentlich bis 2019 geltende Vertrag von documenta-Geschäftsführerin Annette Kulenkampff vorzeitig zum 1. Juni 2018 beendet. Kulenkampff hat der vorzeitigen Vertragsauflösung zugestimmt.