Kultur

Bühne Staatstheater Karlsruhe zeigt 70 kleine Produktionen

Extras bis zum Sommer

Archivartikel

Mit außergewöhnlichen Veranstaltungen meldet sich das Badische Staatstheater in Karlsruhe aus der Corona-Krise zurück. Vor der Sommerpause werde es rund 70 kleine künstlerische Sonderformate und Kleinstveranstaltungen mit maximal 100 Besuchern geben, sagte Intendant Peter Spuhler vor Journalisten in Karlsruhe. Geplant seien etwa Proben-Besuche, Lunchkonzerte, Stadtgespräche, Tanzworkshops oder Audio-Spaziergänge mit Live-Auftritten von Sängern und Tänzern.

Spuhler, der zuvor 2005 bis 2011 das Theater Heidelberg leitete und dessen Sanierung und Neubau auf den Weg brachte, zeigte sich optimistisch, dass im Herbst wieder ein regulärer Theaterbetrieb möglich sein wird: „Anders als das Berliner Ensemble haben wir uns bewusst dafür entschieden, keine Sitzreihen auszubauen.“ Sollte es jedoch nach dem 1. September weiterhin Einschränkungen geben, habe sein Haus einen „Plan B“ entwickelt.

Sechs Sparten beteiligt

Bei den Veranstaltungen bis zum 25. Juli handle es sich lediglich um ein Ersatzprogramm. „Wir wollen das Entstehen von Theater erlebbar machen und auch den Blick hinter die Kulissen freigeben“, sagte Spuhler. An dem Programm beteiligen sich alle sechs Sparten von Oper, Ballett und Schauspiel bis zu Konzert, Volkstheater und Jungem Staatstheater. Reguläre Aufführungen werde es erst wieder in der neuen Spielzeit im Herbst geben.

Dann sollen auch die wegen der Pandemie abgesagten Premieren nachgeholt werden. Am 5. Mai hatten die Staatstheater in Karlsruhe und Stuttgart wegen der Corona-Krise die reguläre Spielzeit für beendet erklärt. Nach den Corona-Regelungen in Baden-Württemberg dürfen seit Anfang Juni Theater wieder Veranstaltungen mit bis zum 100 Besuchern anbieten. 

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