Kultur

Film Berlinale-Leitung setzt weiter auf Vielfalt

Festival offen für Netflix

Archivartikel

Die neue Führungsspitze der Berlinale hält nichts davon, Streamingdienste von Filmfestivals zu verbannen. „Es sind die jungen Leute, die Netflix gucken, die man wieder ins Kino holen will. Aber Streamingdienste von der Berlinale auszuschließen, wäre vermutlich der falsche Weg“, sagte Mariette Rissenbeek der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die Niederländerin übernimmt mit dem Italiener Carlo Chatrian im Juni die Leitung der Internationalen Filmfestspiele. In der Filmwelt wird diskutiert, ob Streamingdienste bei Festivals und Verleihungen ins Preisrennen gehen sollten. Kinobetreiber fürchten um ihr Geschäft, wenn Filme gewinnen, die nicht regulär ins Kino kommen.

Zum jetzigen Zeitpunkt erlaubten es die Regeln, dass ein Film im Wettbewerb laufen könne, wenn ein Kinostart geplant sei. „Ich halte das für eine gute Regel“, sagte Rissenbeek. Im Übrigen solle die Berlinale auch künftig viele verschiedene Filme zeigen. „Unser generelles Ziel ist es, weiterhin ein Festival fürs Publikum zu sein. Wir wollen also sowohl Filme für ein breiteres Publikum zeigen als auch Filme für spezielle Gruppen“, sagte Rissenbeek. dpa