Kultur

Kultur Reaktion auf Absage der Ruhrfestspiele in Recklinghausen

Fototeppich an Fassade

An der Fassade des Ruhrfestspielhauses in Recklinghausen ist seit dieser Woche ein Foto-Kunstwerk zu sehen, das für die entstandene Lücke durch die abgesagten Ruhrfestspiele stehen soll. Besucher, aber auch Mitwirkende der renommierten Ruhrfestspiele waren aufgefordert worden, aus der Isolation Porträtfotos zu schicken. Als Teil der Mitmach-Aktion „Inside Out Project“ des französischen Künstlers JR wurden sie zu einem großformatigen Bilderteppich aus Hunderten Porträts, der die gesamte gläserne Frontseite des Festspielgebäudes in Recklinghausen bedeckt.

Die Aktion soll das Nichtstattfinden der traditionsreichen Ruhrfestspiele symbolisieren und in der Zeit des Abstand-Haltens an die Kraft der Kunst erinnern. „Es war unser Wunsch, das Festspielhaus in ein weithin sichtbares Zeichen zu verwandeln, das davon zeugt, was Kunst für die Gesellschaft bedeuten kann“, sagte Chefdramaturg Jan Hein der Deutschen Presse-Agentur. Die 757 Schwarz-weiß-Porträts sollen mindestens bis Mitte Juni hängen bleiben.

Die Ruhrfestspiele sollten vom 1. Mai bis 13. Juni stattfinden und waren wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Das internationale „Inside Out Project“, das bereits über 360 000 Porträts in 142 Ländern hervorgebracht hat, war bereits vor der Absage als Festivalbestandteil geplant gewesen. Normalerweise porträtiert JR Passanten in einem zum fahrenden Fotoautomaten umgebauten Kleinlaster. Wegen der Corona-Pandemie musste die Umsetzung des Projekts nun an die Bedingungen angepasst werden. 

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