Kultur

Pop Trauerzug für Johnny Hallyday in Paris

Frankreich würdigt Ikone

Nach dem Tod des Rocksängers Johnny Hallyday würdigt Frankreich die nationale Musikikone auf den Champs-Élysées. Der Trauerzug werde am Samstag, 9. Dezember, vom Pariser Triumphbogen aus über die Prachtstraße fahren. Das teilte das Büro des französischen Präsidenten Emmanuel Macron mit.

Welle der Anteilnahme

Anschließend ist ein Gottesdienst in der nahegelegenen Madeleine-Kirche geplant, bei dem auch Macron sprechen wird. Von Freitagabend bis Sonntagabend soll zudem die Botschaft „Merci Johnny“ auf den Eiffelturm projiziert werden, wie die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo ankündigte.

2010 hatte Hallyday nach Jahrelanger Pause sein Comeback gewagt. Am 13. November 2015, am Tag der Pariser Terror-Anschläge, ist sein 50. Album „De l’amour“ („Von der Liebe“) erschienen. Im März dieses Jahres gab er dann jedoch seine Lungenkrebserkrankung bekannt.

Der 1943 in Paris geborene, in Frankreich äußerst populäre Rocksänger war in der Nacht zum Mittwoch im Alter von 74 Jahren gestorben. Sein Tod hatte eine Welle der Anteilnahme ausgelöst. Hallyday hatte in den 60er-Jahren den Rock ‘n’ Roll nach Frankreich gebracht. Dabei hatte er ihn auf eine sehr persönliche Weise interpretiert und ihn im Laufe seiner Karriere mit Country, Hip-Hop und Techno unterlegt. dpa/jor