Kultur

Pop Don Ender stellt im 7er-Club das Album „Southwards“ vor

Gediegen südwärts

Archivartikel

„Southwards“, südwärts, geht’s im grauen November mit 7er-Club mit Don Ender. Der Mannheimer Gitarrist, Sänger und Songwriter hat zu seiner CD-Release-Party eingeladen – aber nur eine relativ überschaubare Zuschauermenge will sich mit ihm aufmachen ins Herz Amerikas, wo sich Ender auf seinem Erstling musikalisch verortet. Die bekommen aber das volle Brett: nicht nur eigene Stücke, sondern auch kraftvolle Coverversionen, für die sich der Musiker illustre Gäste auf die Bühne holt. Etwa Dennis Hormes an der Gitarre, der fetten Sound in den Saal zaubert. Ob ein rockiges „Can’t Get Enough Of Your Love“ oder der Whitesnake-Klassiker „Ain’t No Love In The Heart Of The City“: Hormes stiehlt Ender mit seinem virtuosen Spiel und den melodiösen Soli auf den sechs Saiten fast die Show.

Der Protagonist ist dafür stimmlich absolut präsent: Seine volle Reibeisenstimme gibt den Stücken viel Tiefe und Power. Für die Live-Performance hat er sich Stefan Rößler (Gitarren), Karsten Kulina (Bass) und Tommy Woller (Drums) dazu geholt. Knut Maurer am Keyboard ist ein weiterer hochkarätiger Gast, den Ender zu diesem besonderen Termin um sich geschart hat. Und natürlich der vielbejubelte Gitarrist Ali Neander (Rodgau Monotones, Moses Pelham).

Bis zu Country-Anklängen

Die eigenen Stücke fallen gegenüber den Cover-Hits manchmal durch die ruhigen Töne fast aus der Reihe. Denn Ender hat alle Facetten seiner Reise gen Süden eingefangen. Geht’s mit „Stranded“ ziemlich rockig zu, wird bei „Nothing’s Gonna Be The Same“ munter drauflos gezupft. Mit leichten Country-Anklängen entführt „Always By Your Side“ in den staubigen US-Westen. Don Ender kehrt hier seine ruhige Seite raus. Aber: Mit voller Power ist einfach mehr Drive drin. tw

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