Kultur

Chor "Inselmut" Konzerte am 18. und 19.November in Werbach und Sindolsheim

Geistliche Werke stehen im Mittelpunkt

Inzwischen ist es fast schon Tradition geworden: Auch unter der neuen Leitung von Gerhard Polifka wechselt der Chor "Inselmut" aus Lauda-Königshofen mit seinem Repertoire anspruchsvoller chorsinfonischer Werke immer wieder zwischen den beiden Polen der geistlichen und weltlichen Chormusik. Auch in diesem Jahr werden nach den weltlichen Konzerten im Mai im November geistliche Werke im Mittelpunkt stehen. Die Auftritte finden am Samstag, 18. November, um 19 Uhr in der Kirche St. Martin in Werbach und am Sonntag, 19. November, um 18 Uhr in der Laurentiuskirche in Sindolsheim statt.

"O Magnum Mysterium" ist ursprünglich das vierte Responsorium, ein christlich-weihnachtlicher Wechselgesang, dessen Text über die Jahrhunderte von vielen Komponisten neu vertont wurde. So verwundert es nicht, dass die Auswahl, ganz nach der gewohnten Art von Inselmut, ein Streifzug durch viele Epochen und Kulturen ist. Zeitlich beginnend mit der Renaissance und einem der bedeutendsten spanischen Komponisten aus dieser Zeit, Tomás Luis de Victoria, dessen Motette den Konzerttitel gab, geht es durch Barock und Klassik bis zu den Romantikern Anton Bruckner und Max Reger und schließlich zu zeitgenössischen Werken des Letten Romuald Jermaks, Morten Lauridsen aus den USA und dem Norweger Ola Gjeilo. Letzterer, erst 39-jährig und damit Jüngster in der Riege, schreitet ebenfalls auf dem Pfad der alten Meister. Sein Chorwerk "Northern Lights" beschreibt die Magie und Mystik des Nordlichts als vollkommene, gleichzeitig aber auch erschreckende Schönheit, verkörpert durch Tirzah, der Gnadenstadt oder das anmutige Jerusalem.

Einen ganz besonderen musikalischen Leckerbissen bietet Martin Sturm, der das Konzert an der Orgel virtuos umrahmt. Sturm wurde für seine außergewöhnlichen künstlerischen Leistungen schon mehrfach ausgezeichnet. Zuletzt 2016 in Haarlem mit dem Publikumspreis der International Organ Improvisation Competition.

Der Eintritt zu den Konzerten ist kostenlos. Spenden sind aber willkommen, um die Kosten für Proben und Auftritte zu finanzieren.