Kultur

Literatur Salman Rushdie erhält „Welt“-Literaturpreis

Globaler Denker

Der indisch-britische Schriftsteller Salman Rushdie (72) wird mit dem „Welt“-Literaturpreis ausgezeichnet. Rushdie erhalte die Auszeichnung für sein Gesamtwerk als Schriftsteller von Weltrang und Intellektueller, der es verstehe, global zu denken, hieß es in einer Mitteilung des Medienhauses Axel Springer in Berlin. Er sei „ein unerschrockener Kämpfer für die Freiheit des Wortes“, sein Werk helfe den Ungewissheiten der Gegenwart mit Haltung und Humor zu begegnen. Der mit 12 000 Euro dotierte Preis soll am 10. November überreicht werden.

Autor der „Satanischen Verse“

Zu Rushdies bekanntesten Publikationen zählen „Mitternachtskinder“ und „Die Satanischen Verse“. Weil radikale Muslime diesen Roman als gotteslästerlich empfanden, wurde er im Februar 1989 vom iranischen Revolutionsführer Ajatollah Khomeini zum Tode verurteilt. Die „Fatwa“ genannte Todesdrohung wurde bisher nicht aufgehoben. Seine Lebensgeschichte erzählt Rushdie in „Joseph Anton“. Sein jüngster Roman „Quichotte“ ist für den diesjährigen Booker Prize nominiert.

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