Kultur

Kulturprogramm Bund und Land stocken Fördertöpfe auf

Hilfe für Kleinbetriebe

Mit dem kurzfristig aufgelegten Programm „Kultur Sommer 2020“ des Landes Baden-Württemberg soll eine Möglichkeit geschaffen werden, damit Kunst- und Kulturschaffende im Land möglichst bald wieder kleinere Veranstaltungen anbieten können – und zwar unter den erforderlichen Vorkehrungen, die für den gesundheitlichen Schutz der Besucher und Veranstalter vonnöten sind. In der Hoffnung, dass „das kulturelle Leben auch in diesem Sommer lebendig bleibt“, wie Kunststaatssekretärin Petra Olschowski am Mittwoch sagte, unterstütze das Land mit insgesamt zehn Millionen Euro aus dem Innovationsfonds Kunst Veranstaltungen aus der Laienkultur.

Anträge ab sofort

2,5 Millionen Euro stellt das Ministerium kleinen analogen Veranstaltungen und Reihen zur Verfügung. Anträge können ab sofort und bis zum 15. Juli über die Internetseite des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst gestellt werden. Eine externe Jury bewertet die Anfragen und die Höhe der Förderung für Events, die zwischen dem 15. Juni und dem 15. September stattfinden sollen. Die maximale Fördersumme beträgt 50 000 Euro, die minimale 5000 Euro. Das Angebot soll Veranstalter dazu animieren und darin bestärken, ihre Unterhaltungsangebote so zu gestalten, dass die geltenden Vorkehrungen im Zuge der Corona-Pandemie eingehalten werden. Das bedeutet etwa den gebotenen Mindestabstand zwischen den Besuchern zu gewährleisten als auch die notwendigen Hygienemaßnahmen einzuhalten. Die weiteren 7,5 Millionen Euro sollen größere Formate unterstützen, etwa jene, die eine längere Planung benötigen.

„Neustart“ wird verdoppelt

Unterdessen hat auch der Bund die finanziellen Mittel für Kunst und Kultur aufgestockt: Im Rahmen des Corona-Kulturprogramms „Neustart“ von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) soll deutlich mehr Geld für die Wiedereröffnung von Kultureinrichtungen zur Verfügung stehen. Der Rahmen soll zunächst von 10 Millionen auf 20 Millionen Euro aufgestockt werden, wie Grütters der „Rheinischen Post“ (Donnerstag) sagte. Sie sagte, dass in den ersten drei Wochen bereits mehr als 1000 Anträge eingegangen seien – diese haben das Volumen des Hilfsprogramms gesprengt. Wenn es weiteren Bedarf gebe, solle das Programm auch darüber hinaus erweitert werden, sagte ein Sprecher der Kulturstaatsministerin.

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