Kultur

Kunst Galleria Dell’Accademia in Florenz entlässt Direktorin

Hollberg muss gehen

Archivartikel

Cecilie Hollberg hat Michelangelos David-Skulptur umsorgt und umhegt. Sie hat das Museum, in dem eines der bekanntesten Kunstwerke der Welt steht, ins 21. Jahrhundert befördert. In die Galleria Dell’Accademia in Florenz kamen in den vergangenen vier Jahren wesentlich mehr Besucher als zuvor. Doch der scheidenden populistischen Regierung in Rom gefiel ihr Vorgehen offenbar nicht. Nun wurde Hollberg entlassen. „Es ist alles so absurd, im Juni wurde mir noch eine Verlängerung angeboten“, sagt die Historikerin aus Niedersachsen der Deutschen Presse-Agentur. Die Galleria soll nun mit der Gemäldegalerie der Uffizien in Florenz zusammengelegt werden. „Niemand weiß, wie und was geschehen soll.“

Die Regierung aus Fünf-Sterne-Bewegung und rechter Lega habe „eine Spur der Zerstörung“ hinterlassen, indem man ihrem und anderen Museen die Autonomie nahm. Hollbergs Vertrag lief eigentlich noch bis November. Kulturminister Alberto Bonisoli von der Fünf-Sterne-Bewegung hielt nichts von der Reform des sozialdemokratischen Vorgängers. Mit der wurden vor vier Jahren erstmals ausländische Direktoren in Italiens größten staatlichen Museen zugelassen. 

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