Kultur

Ausstellung Häuser der Region richten Kooperationsprojekt aus

Inklusion als Kunstwerk

Archivartikel

Was verbirgt sich eigentlich hinter dem Wort Inklusion? Ist es positiv, wenn dieses im Sprachgebrauch vieler seinen festen Platz hat, also mehr oder weniger zum alltäglich verbal Geäußerten gehört? Jan-Philipp Possmann hat diesbezügliche Zweifel. Begründete Zweifel, wohlgemerkt. Schließlich zeige alleine der Gebrauch des Wortes schon, „dass es Menschen gibt, die in einer Gesellschaft integriert sind und solche, die es nicht sind“.

Diskussion anstoßen

Zusammen mit weiteren Kunsthäusern beteiligt sich Zeitraumexit vom 31. März bis zum 4. August am interdisziplinären und inklusiven Kooperationsprojekt „Gewächse der Seele – Pflanzenphantasien zwischen Symbolismus und Outsider Art“. Ziel sei es, „einen Anstoß der Diskussion zu wagen, wie weit Deutschland beim Thema Inklusion wirklich ist“, erklärt Ludwigshafens Bürgermeisterin Cornelia Reifenberg.

Die beteiligten Häuser, neben Possmanns Zeitraumexit in Mannheim auch das Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen, die Heidelberger Sammlung Prinzhorn und das ebenfalls dortige Museum Haus Cajeth sowie die Galerie Alte Turnhalle in Bad Dürkheim, stellen neben themenbezogenen Werken von bekannten Künstlern, wie etwa Paul Klee oder Max Ernst, auch solche von psychisch kranken aus. Im Mittelpunkt der bildlichen oder performativen Kunstwerke steht die Pflanze als Symbol der menschlichen Psyche und des Surrealismus. seko