Kultur

Jazz in der Aula Barrelhouse Jazz Gala am 21. Oktober in Lauda

Internationale Top-Jazzsolisten

Archivartikel

Stars der Barrelhouse Jazz Gala gaben sich ein Stelldichein: Vier internationale Top-Jazzsolisten sind am Sonntag, 21. Oktober, um 18 Uhr im Rahmen der Reihe „Jazz in der Aula“ im Martin-Schleyer-Gymnasium in Lauda zu Gast.

Seit 65 Jahren steht die Barrelhouse Jazzband in der Tradition des klassischen Jazz’ und Swings und hat in diesem Genre zahlreiche neue Einflüsse integriert. Das Ensemble mit dem eigenen „Barrelhouse-Sound“ hat die Musik aus den Spelunken und Kneipen von New Orleans (den Barrelhouses) mit dem Harlem-Swing zu einem eigenen Stil vereint und ist damit in über 50 Ländern auf den fünf Kontinenten erfolgreich aufgetreten. Seit 1963 ist Klarinettist und Saxofonist Reimer von Essen Bandleader, noch ein Jahr länger ist Saxofonist Frank Selten dabei und seit 1971 Trompeter Horst Schwarz. In der Rhythmusgruppe spielen die jüngeren, aber höchst erfahrenen Musiker Lindy Huppertsberg „Lady Bass“ (Kontrabass), Christof Sänger (Piano), Roman Klöcker (Gitarre und Banjo) und Michael Ehret (Schlagzeug).

Die Gaststars 2018 sind: Bria Skonberg (Trompete und Gesang), die junge, aber schon mehrfach ausgezeichnete Musikerin der New Yorker Jazzszene; sie wuchs in Vancouver (Kanada) auf.

Seit 2009 lebt sie in New York und arbeitet mit namhaften Musikern zusammen. Im gleichen Jahr legte sie ihr Debütalbum vor, auf dem sie Standards wie Bert Kaempferts „L-O-V-E“ oder die Janis-Joplin-Nummer „MercedesBenz“ interpretierte.

Joan „The Voice“ Faulkner (Gesang); Joan ist eine geballte Kraft aus Gesang und Show. Die lebensfrohe, stimmkräftige Amerikanerin kam in den 70-er Jahren nach Europa und wurde bald zum Topstar der Jazz- und Showszene.

Für „Milli Vanilli“ lieh sie ihre Stimme aus, mit Peter Herbolzheimer, Hugo Strasser und Howard Carpendale ging sie auf Tournee. Mit Harald Juhnke und Hans-Jürgen Wussow spielte sie die Krankenschwester Ella in der TV-Serie „Unter Palmen“. Ihr Repertoire beinhaltet eine Zusammenstellung aus echtem Blues, romantischen Balladen und emotionalen traditionellem Gospel.

Tenorsaxofonist Nicholas Montier hat seit den 70-er Jahren den Ruf als einer der Top-Swingmusiker Frankreichs. In zahlreichen bekannten Bigbands war er Solist, beispielsweise dem „Paris-Swing-Orchestra“. Mit dem „European Saxophone Quartett“ und „Saxomania“ trat er bei Festivals in ganz Europa auf.

Bert Boeren (Posaune), Absolvent der renommierten Musikhochschule Utrecht, ist seit den 80-ern Lehrer am Königlichen Konservatorium in Den Haag. Als Musiker machte er Karriere mit der Dutch Swing Collage-Band, mit der er zwölf Jahre lang die ganze Welt bereiste.

Ebenso erfolgreich spielte er mit der Eurojazz Big Band, den Swingcats, der Bob Brookmayer Big Band und als Solist beim Classical Jazz Festival in Palm Springs, California. Präsentiert wird dieses dreistündige Konzert von der Stadt und dem Kunstkreis Lauda-Königshofen.