Kultur

Geburtstag Filmemacher ist ältester Oscar-Gewinner

James Ivory wird 90

Mit einem Gehstock trat James Ivory (Bild) im März auf die Oscar-Bühne, um Hollywoods höchsten Preis in Empfang zu nehmen. Bei der 90. Oscar-Gala stellte der weißhaarige US-Regisseur einen Rekord auf. Mit 89 Jahren ist er in der Geschichte der Academy Awards der älteste Preisträger, der die Trophäe im Wettbewerb gewinnt. Nur einige Ehren-Oscar-Empfänger waren schon älter. Heute feiert er sein rundes Jubiläum.

Nicht als Regisseur, sondern als Autor wurde der Filmemacher ausgezeichnet, für das adaptierte Drehbuch zu der Liebesromanze „Call Me By Your Name“. Mit fast 90 Jahren für irgendeine Arbeit einen Preis zu bekommen sei schon „außergewöhnlich“, jubelte Ivory nach der Gala. „Einen Oscar in diesem Alter zu gewinnen, ist wie ein Schluckauf der Natur“, scherzte der Preisträger. Er freue sich besonders über die Wertschätzung als Autor, schließlich habe er im Laufe seiner Karriere an vielen Drehbüchern mitgeschrieben.

Zuvor dreimal nominiert

Als Regisseur war er zuvor dreimal für den Oscar nominiert gewesen – für „Zimmer mit Aussicht“ (1987) und „Wiedersehen in Howards End“ (1993), beide nach den Romanen von E.M. Forster, und für die Literaturverfilmung „Was vom Tage übrig blieb“ (1994). Seine Vorliebe für literarische Vorlagen, schwelgerisch-romantische Schauplätze und viktorianische Gesellschaftsdramen machen Ivory vielleicht zum „unamerikanischsten“ Regisseur in Hollywood.