Kultur

Kunst Pariser Ruhmeshalle ehrt den Deutschen

Kiefer-Werke im Panthéon

Vitrinen mit verrosteten Fahrrädern; Landschaftsbilder verbrannter Erde, die sich in der Halle des Pariser Panthéons gegenüberstehen, in der die Größten der Nation begraben sind. Es sind Arbeiten von Anselm Kiefer, die Staatschef Emmanuel Macron in Auftrag gegeben hat. Der französische Staat hat zuletzt 1924 einen Künstler beauftragt, ein Werk für die Ruhmeshalle zu schaffen.

Die Werke wurden anlässlich der Verlegung des Leichnams des Dichters Maurice Genevoix in das Panthéon an diesem Mittwoch installiert. Genevoix, der 1980 gestorben ist, gilt als Gedächtnis des Ersten Weltkriegs. Er hat zahlreiche Bücher geschrieben, in denen er als Soldat Erlebnisse beschreibt.

Kiefer thematisiert in seinen Arbeiten Zerstörung und Vernichtung, so wie Genevoix. Dies war einer der Gründe, warum Macron sich für Kiefer entschieden hat. Kiefer lebt seit 1992 in Frankreich: 2007 war er der Erste, der das Grand Palais bespielte, 2011 war er der erste bildende Künstler, der einen Ruf an das Collège de France erhielt; vor knapp vier Jahren widmete ihm das Centre Pompidou eine umfassende Retrospektive.

Die Kunsthalle Mannheim zeigt in den nächsten Monaten eine Sonderausstellung zu Kiefer.

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