Kultur

Literatur Neue Ausgabe der Kulturzeitschrift „Chaussee“

Klangvolle Textbeiträge

Archivartikel

„Pa-la-la-tina“. Der Titel der 41. Ausgabe der pfälzischen Literatur- und Kulturzeitschrift „Chaussee“ singt das Wort „Palatina“ (lateinisch für Pfalz) förmlich und macht damit deutlich, was den Leser auf den folgenden 140 Seiten erwartet – literarische und berichtende Texte über Musik, und zwar mit Pfalz-Bezug.

Wie die Redaktion ankündigt, wird es im kommenden Jahr aufgrund zahlreicher Beiträge noch ein zweites Musik-Heft geben. Neu zu den vorherigen Ausgaben ist, dass die Rubrik „Rezensionen“ durch „Lesenswert“ ersetzt wird. In ihr werden Auszüge aus Neuerscheinungen mit Texten von dritter Seite kommentiert. In der neuen Ausgabe fügt sich so an eine Passage aus dem Buch „Kritik der Motorkraft“ der gebürtigen Zweibrückerin Monika Rinck ein Essay der Schriftstellerin Ann Cotten. Auf Cotten macht das Buch einen Eindruck als „bräuchte man nur ein Netz durch die Welt ziehen und ihre ganze klare (...) Verflochtenheit würde darin gehoben“.

Beginn mit Pfalz-Gedichten

Die Ausgabe eröffnen zwei Erstveröffentlichungen. Der Schriftsteller Jan Kuhlbrodt beschäftigt sich in „Pfalz-Gedicht“, einem „verhalten kitschige(n) gedicht“, mit der Region. Uwe Kolbe schreibt in „Aus einem Edenkobener Pädelbüchlein“ über die Pfalz: „Das hier ist das Land zu wohnen“.

Auf den dann folgenden Seiten finden sich unter anderem weitere Gedichte, Liedtexte sowie ein Porträt des Peter-Huchel-Preisträgers Farhad Showghi. Michael Braun schreibt über dessen Gedichte aus dem Band „Wolkenflug spielt Zerreißprobe“ – eines davon findet sich auch in der Zeitschrift –, sie hätten die Eigenheit, nicht einfach nur den Namen der Dinge als magisches Sprachereignis aufzurufen, sondern das Schauen und Hören auf den Prüfstand zu stellen. Außerdem spricht Musiker Claus Boesser-Ferrari mit Gereon Hoffmann über seinen besonderen Stil. Der Gitarrist zupft nicht einfach die Saiten, sondern beginnt seine Stücke oft mit Geräuschen und Klopfen. cel