Kultur

Gesprächsforschung 400 Wissenschaftler diskutieren

Kongress in Mannheim

Archivartikel

400 internationale Wissenschaftler diskutieren noch bis diesen Freitag in der Universität Mannheim über neue Aspekte der Gesprächsforschung. Die von der Abteilung Pragmatik des Instituts für Deutsche Sprache organisierte, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Tagung kreist laut einer Mitteilung des Mannheimer Instituts um den Begriff der „Praktiken“, der aus soziologischer, linguistischer, philosophischer und auch pädagogischer Perspektive beleuchtet werde. In rund 300 Vorträgen gehe es um die Praktiken des Handelns in den verschiedensten Bereichen der Gesellschaft; besondere Beachtung finden nicht vollständig bewusste, zur Routine gewordene Handlungen in der menschlichen Interaktion.

Typische Situationen

Wissenschaftliche Interdisziplinarität wird seit einigen Jahren großgeschrieben; die Sprachwissenschaft und besonders die Gesprächsforschung liefern dafür Beispiele. Wie Gespräche organisiert werden, wie sie verlaufen, was sie beeinflusst und zu welchen Handlungskonsequenzen das führt, sind Leitfragen der Disziplin. Ausgangspunkt ist dabei zumeist eine typische Gesprächssituation, etwa das Verkaufsgespräch oder dasjenige zwischen Arzt und Patient. Die linguistische Pragmatik untersucht konkrete Sprechsituationen, aber auch non-verbale Kommunikationsformen.