Kultur

Corona Staatliche Kunsthalle präsentiert Sonderausstellung

Krisenbilder in Karlsruhe

Mit einer Sonderausstellung reagiert die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe auf Corona. Die Schau „Systemrelevant? Dass und wie wir leben“ zeige Krisen-Kunstwerke vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart und Kommentare zum Thema, sagte Kunsthallen-Direktorin Pia Müller-Tamm am Dienstag. Dabei werde die Forderung des „Social Distancings“ auf die Präsentation übertragen, indem vereinzelte Werke auf vereinzelte Betrachter treffen. Die Schau sei eine Art „Zwischenruf zur aktuellen Debatte“ und soll bis zum 27. September dauern.

Mit dem ursprünglich aus der Finanzwelt stammenden Begriff „Systemrelevanz“ sei ein „problematisches Unterscheidungskriterium geschaffen worden, das Wertungs- und soziales Spaltungspotenzial besitzt“, sagte Kuratorin Leonie Beiersdorf. Apokalyptische Grafiken und hoffnungsverheißende Gemälde sollen zur Diskussion anregen, wie eine Gesellschaft aussähe, in der alles Nicht-Systemrelevante wegbricht – eine „Gesellschaft ohne Geschichten und Humor, Mode, Sportschau und Lieblingsplaylists, Existenzfragen und Horizonterweiterung“. Präsentiert werden unter anderem Albrecht Dürers „Christus als Schmerzensmann“ (1492/93) und „Die Schwangere“ (1930) von Otto Dix. 

Zum Thema