Kultur

Tanz Staatsballett Berlin greift Intendanten und Senat an

Kritik nach Rücktritt

Archivartikel

Das Ensemble des Staatsballetts Berlin hat die Rücktrittsankündigung der Intendanten Johannes Öhman (Bild oben) und Sasha Waltz (Bild unten) scharf kritisiert. Die Entscheidung habe unter den Künstlern für Empörung gesorgt, hieß es in einer Erklärung des Vorstands. „Mehr noch sind wir enttäuscht, dass wieder einmal wir Tänzerinnen und Tänzer die Leidtragenden dürftigen Kulturmanagements sind.“

Ende nach nur 17 Monaten

Der Choreograph Öhman und die Tanzregisseurin Waltz hatten am Mittwoch erklärt, dass sie ihre Intendanz Ende 2020 aufgeben. Sie hatte erst im August 2019 begonnen. Ursprünglich sollte das Duo bis zum Ende der Saison 2024/25 bleiben.

Bei ihrem Antritt hätten die Intendanten einen Dreijahresplan angekündigt, um das Staatsballett wieder an die europäische Spitze zu bringen. Nun offenbare sich „die Oberflächlichkeit dieser Pläne“, heißt es in der Erklärung. Das Vertrauen in die Fähigkeit des Berliner Senats, die Kompanie „wohl überlegt in die Hände einer ehrlich engagierten Ballettdirektion zu geben“, sei erschüttert. Es stelle sich jetzt die Frage, wie das Ensemble mit einer künstlerischen Leitung weiter zusammenarbeiten solle, die ohnehin kurzfristig gehen wolle. dpa

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