Kultur

Kulturpolitik Grütters warnt vor Finanzkrise bei Preußenstiftung

Länder sollen mehr zahlen

Archivartikel

Bei einem Ausstieg der Länder aus der Stiftung Preußischer Kulturbesitz kämen auf den Bund massive zusätzliche Kosten zu. „Wenn wir die Länder aus der Finanzierung entließen, müsste der Bund zusätzlich ungefähr 50 Millionen Euro aufbringen“, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Zu der von Bund und Ländern getragenen Stiftung mit rund 2000 Mitarbeitern gehören etwa die Staatlichen Museen Berlin, deren 15 Sammlungen mit 4,7 Millionen Objekten an 19 Standorten präsentiert werden.

„Gesamtstaatliche Aufgabe“

Das Mitspracherecht der Länder gehe „leider nicht mit einer entsprechenden Finanzierung einher“, so Grütters. Die Länder trügen alle zusammen nur noch rund 15 Prozent zum Budget bei. Davon liegen etwa 8 Prozent bei Berlin, der Bundesanteil beträgt rund 86 Prozent. Die Preußenstiftung sei aber eine gesamtstaatliche Aufgabe, betont Grütters. Währenddessen hat der Präsident der Stiftung, Hermann Parzinger, die internationale Bedeutung der Einrichtung hervorgehoben: „Wir als Stiftung haben ein anderes Gewicht als etwa eine unserer Einrichtungen“, sagte er in Berlin. Als Beispiel nannte Parzinger die Entwicklung von Museumskonzepten in Ägypten oder die Zusammenarbeit mit Russland. Auch die Provenienzforschung führe zu mehr internationalem Austausch. 

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