Kultur

Reaktionen Stimmen zum Tod von Stephan Ullmann

Laith Al-Deen: „Ich bekomme es nicht in meinen Kopf“

Archivartikel

Die Welle der Fassungslosigkeit um das Ableben des beliebten Musikers und Familienvaters Stephan Ullmann ebbt nicht ab: „Jeder, wirklich jeder hat ihn geliebt“, erklärte Sänger Rolf Stahlhofen, auf dessen erster Soloplatte „Zeit was zu ändern“ Ullmann Gitarre spielte, das Phänomen im Gespräch mit dieser Redaktion.

Auf Nachfrage reagierte am Mittwochabend der Mannheimer Sänger Laith-Al-Deen, der auf Ullmanns letzter DVD „Rokoko Rocks. Unplugged in Schwetzingen“ zu sehen ist, mit ihm schon auf Tour war und bei der ZDF-Kinderkanalsendung „Dein Song“ zusammengearbeitet hat: „Kurz bevor ich von Stephans Tod erfahren habe, hatte ich noch mit Kollegen darüber gesprochen, wie bescheiden die Aussichten für Auftritte für den Rest des Jahres sind. Trotzdem bekomme ich es nicht in meinen Kopf. Als Musiker gehörte er – mindestens! – bei uns in der Ecke zu den Leuten, die ihresgleichen suchen.“

Söhne-Mannheims-Gitarrist Michael Kosho Koschorreck postete auf Facebook einen Appell zur gegenseitigen Achtsamkeit, in dem er auch von eigenen dunklen Phasen berichtet, und schrieb einen Abschiedsbrief an Ullmann: „Lieber Stephan, ich kann es nicht fassen. Du warst ein so unglaublich talentierter, vitaler, charmanter, humorvoller und attraktiver Mann, und ich habe Dich, wie so viele von uns, für Vieles bewundert. Immer wieder denke ich darüber nach, wie es Dir in Deinen letzten Tagen und Stunden gegangen sein muss, und es erschüttert mich und macht mich traurig. Meine hoffnungsvollen Gedanken sind bei Deinen beiden Kindern und all denen, die ihr Leben ohne Dich jetzt neu erfinden müssen.“

Auch der langjährige BAP-Schlagzeuger Jürgen Zöller lobte den Mannheimer Gitarristen: „Immer wenn ich ihn traf, war er ein unglaubliches Powerpaket und hat gute Laune verbreitet und gespielt und gesungen, als gäbe es kein Morgen. Ich wünsche ihm eine lichterfüllte Reise.“ 

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