Kultur

Kulturpolitik Dänemark strebt Kulturerbe-Status an

Leben an der Grenze

Dänemark will das Zusammenleben von Dänen und Deutschen in der Grenzregion als Modell friedlicher Koexistenz für die Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes nominieren. Dies kündigte Kulturministerin Mette Bock an. Dass über den Antrag im kommenden Jahr entschieden werden solle, könne angesichts des 100. Jahrestages der Grenzziehung zwischen Dänemark und Deutschland zu keinem besseren Zeitpunkt kommen. Das Grenzgebiet sei „ein vorbildliches Beispiel dafür, wie auf beiden Seiten eine friedliche Koexistenz von Minderheit und Mehrheit erreicht werden kann – trotz einer Geschichte mit Kriegen und Konflikten“, sagte Bock.

„Großartiger Erfolg“

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Es ist ein großartiger Erfolg, dass das Modell des Miteinanders von Minderheiten und Mehrheiten in unserer Grenzregion für die Liste der Unesco nominiert wird.“ Die Organisationen der Minderheiten, die Sydslesvigsk Forening (SSF) und der Bund Deutscher Nordschleswiger (BDN), hatten vor einem Jahr beantragt, das Zusammenleben von Mehrheiten und Minderheiten im deutsch-dänischen Grenzland als Kulturerbe anzuerkennen. dpa