Kultur

Pop Sängerin Veronica Fusaro bei „BASF Querbe@t Newcomer“

Lebhaft und versonnen musiziert

Veronica Fusaro besitzt eine außergewöhnliche Stimme. Eine, die den Raum nicht nur ausfüllt, sondern ihn sich mit ihrer luzide strahlenden Samthauch-Präsenz gleichsam zu eigen macht. Dazu fügt es sich, dass ihr Singer-Songwriter-Soul, den die junge Schweizer Sängerin und Gitarristin im Rahmen der „BASF Querbe@t Newcomer“-Reihe“ im Dôme des Ludwigshafener Kulturzentrums das Haus präsentiert, zwar zumeist versonnen und Melancholie-beseelt daherkommt.

Zugleich ist er immer wieder sehr rhythmusbasiert, sehr perkussiv und nimmt allenthalben überraschende Wendungen. Wichtiger Bestandteil ihrer Live-Musik-Genese ist eine Loop-Station, mit der Fusaro beim Konzert vor einigen Dutzend Besuchern Akustik- und E-Gitarrenspiel, Beatboxing und Gesangsspuren aufnimmt und in raffiniertem Simultan-Aufbau zu ensembleartigen Klängen arrangiert.

Nicht einmal drei Jahre ist es her, als die Newcomerin 2016 mit ihrer selbst produzierten EP „Lost In Thought“ das „Demo of the Year“ beim M4Music-Festival gewann. Vom Schweizer Radiosender SRF3 wurde sie hiernach als „Best Talent“ ausgezeichnet und 2017 für den „Swiss Music Award“ nominiert. Vergangenes Jahr folgten ihre zweite EP „Ice Cold“ und zahlreiche Konzertauftritte, unter anderem in Neuseeland, Australien und Singapur. Es sollte dabei nicht unterschlagen werden, dass Fusaro gerade mal Anfang 20 ist.

Großes Potenzial

Aber das rund eineinhalbstündige Programm im Dôme präsentiert eine bemerkenswert ausgereifte Künstlerin, die neben eigenen, feinen Stücken wie den Singles „Better If I Go“ und „Venom“, neben „Come To Naught“, „Off You“ oder „Back Home“ auch einige ansprechende Coverversionen spielt – darunter etwa Drakes „Hotline Bling“, das von Amy Winehouse groß gemachte The-Zutons-Stück „Valerie“ und ein wirbelndes Potpourri aus sieben Songs. Veronica Fusaro ist ein Talent, von dem ganz gewiss noch allerhand zu hören und erwarten sein wird.