Kultur

Goethe-Institut Ethnologin löst Leiter im November 2020 ab

Lentz wird Präsidentin

Archivartikel

Die Ethnologin Carola Lentz (Bild) wird neue Präsidentin des Goethe-Instituts. Sie soll im November 2020 den bisherigen Leiter Klaus-Dieter Lehmann ablösen, dessen Amtszeit dann endet. Lentz sei am vergangenen Freitag vom Präsidium des Instituts in einer Sondersitzung gewählt worden, teilte das Auswärtige Amt am Montag mit. „Mit Frau Professor Lentz wird das Goethe-Institut erneut eine Frau an der Spitze haben und dazu eine ausgewiesene Spezialistin für Afrika“, teilte Außenminister Heiko Maas (SPD) mit.

Lentz ist Professorin für Ethnologie an der Universität Mainz und Vizepräsidentin der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Sie habe zunächst in Südamerika und seit Ende der 1980er Jahre regelmäßig in Westafrika geforscht, erklärte das Goethe-Institut. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Nationalismus, Kolonialismus und Erinnerungspolitik. Das Goethe-Institut soll die deutsche Sprache fördern und kulturelle Zusammenarbeit im Ausland stärken. Derzeit gibt es 157 Institute in 98 Ländern. 2018 besuchten allein rund 244 000 Menschen die Deutschkurse des Instituts im Ausland. Finanziell unterstützt wird das „Goethe“ vom Auswärtigen Amt. dpa (Bild: dpa)

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