Kultur

Nationaltheater Begegnung mit Bass Dominic Barberi

„Lernen! Repertoire!“

Die letzte Saison-„Begegnung“ der Theaterfreunde im Opernfach verlief ausgesprochen heiter. Sowohl der noch in seiner ersten Mannheimer Spielzeit befindliche Bass Dominic Barberi wie auch der interviewende Opernintendant Albrecht Puhlmann waren ausgesprochen „gut druff“ und plauderten wie alte Kumpel.

Der überschaubare Lebenslauf war rasch aufgedröselt: unbeschwerte Jugend in Wales und Libyen (!), Gesangsstudium (Abschluss mit Auszeichnung) in Schottland, dann die obligatorische Fahrt ins Gelobte Land, Aufnahme ins Opernstudio der Berliner Staatsoper Unter den Linden (2015 bis 2018). Daneben viel Oratorien und durchaus Auftritte in der Oper. Wieso dann nach Mannheim, fragt Puhlmann, wenn man in Berlin schon den Sarastro singt? „Ha, Mannheim!“, sagt da der Hüne mit dem schwarzen Bart: „Lernen! Repertoire!“ In der ersten Spielzeit singt er 13 Rollen!

Aussagekräftige Musik

Es entspann sich der übliche Diskurs über Rollenfächer, die Neigung zu Lied und Oratorium, die Vorbereitung auf einen Liedwettbewerb in der Wigmore Hall, den Kontakt zu den Lehrern per Skype, über die Vorbilder George London und Samuel Ramey.

Recht aussagekräftig die musikalische Umrahmung, am Flügel einfühlsam begleitet von Studienleiter Gábor Bartinai: ein schottisches Lied, „Dream Valley“, eine Arie aus der „Zarenbraut“ von Nikolai Rimski-Korsakow, zwei Lieder von Hugo Wolf, „Alles endet“ und „Wenn meine Mutter hexen könnt’“, und die Arie des Alvise aus „La Gioconda“ von Amilcare Ponchielli – und natürlich ganz viel Beifall.